Umgeben wird jede Muskelfaser von einer Retikulinfaserschicht und einer Basallamina,
begrenzt vom Plasmalemm, der Zellmembran. Jede Muskelfaser stellt ein
Synzytium
dar, d.h. ein Gebilde aus vielen verschmolzenen Zellen, welches viele,
exzentrisch (außen)
gelegene Zellkerne und im übrigen v.a. die Myofibrillen enthält.
Eine Muskelfaser wird bis zu 10 cm lang und hat einen Durchmesser von 0,01 - 0,1 mm.
Benachbarte Muskelfasern sind anatomisch und funktionell nicht miteinander verbunden.
Am Anfang und Ende setzen Sehnenfäden (1) an. In der Mitte erfolgt der Kontakt zur
Nervenfaser (2). Die Zellkerne (3) liegen am Rand, das Zentrum der
Faser (4) wird von den Myofibrillen ausgefüllt.
Der Begriff quergestreifte Muskulatur bezieht sich auf die bei lichtmikroskopischer
Untersuchung eines Längsschnittes auffällige rhythmische Struktur abwechselnd hellerer
und dunklerer Streifen. Ähnliches findet man bei lichtmikroskopischer Untersuchung der
Herzmuskulatur, nicht jedoch bei der glatten Muskulatur.
zurück